
Gastfrei – Revolution & Wahnsinn, Performative Diagnosen zum Verhältnis von Psychiatrie und Politik 2018
EIN PROJEKT DER OTTO FALCKENBERG SCHULE UND THEATERAKADEMIE August Everding & LUDWIG-MAXIMILIAN-UNIVERSITÄT MÜNCHEN, KLINIK FÜR PSYCHIATRIE UND PSYCHOTHERAPIE DER LUDWIG-MAXIMILIANS-UNIVERSITÄT
KONZEPT UND REGIE Caroline Kapp und Jacqueline Reddington
SZENENBILD Ji Hyung Nam
KOSTÜM Stephanie Zimmer
SOUND Florian Wulff
DRAMATURGIE Anna Raisich
MIT Blaise Amada, Jara Bihler , Paul Hofmann-Wellenhof,Valentin Mirow, Anselm Müllerschön , Daria von Loewenich
FOTO Hyun Sung Park
GASTFREI zeigt anhand von ausgewählten psychiatrischen Gutachten und Berichten, was im psychiatrischen Diskurs und, darüber hinaus, in der deutschen Öffentlichkeit als psychisch-krank bezeichnet wurde und wird. Dostojewskis Diktum, man werde »sich seinen eigenen gesunden Menschenverstand nicht dadurch beweisen können, dass man seinen Nachbarn einsperrt« entsprechend, gilt es, der Geste des Ausschlusses, die niemals frei von Gewalt ist, auf den Grund zu gehen. Welche politischen, ökonomischen oder soziokulturellen Motive und Interessen liegen einem psychiatrischen Attest zugrunde? Welche Machtstrukturen sind der Institution Psychiatrie eingeschrieben? Wie wirken sie bis in die Architektur hinein und fort? Und wie wirken sie auf den Menschen ein?
Selbstständig gehen die Besuchenden durch die Gänge der 1904 gegründeten Psychiatrischen Klinik in der Nußbaumstraße, blicken hinter sonst verschlossene Türen und begegnen dem, was im Akt der Scheidung von Wahnsinn und Vernunft zum Verstummen gebracht wird.














