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Kunstmarathon auf’m Dulsberg # 2
Künstler des Monates Dezember 2024
Sebastian Schuster
Video: Ji Hyung Nam

Sebastian Schuster entdeckte bereits 1994 seine Leidenschaft fürs Atmen und später während seiner Schulzeit auch fürs Schreiben, Kritzeln und Fotografieren. Abseits seines Berufes als Webdesigner agiert er heute universalinteressiert als Fotograf, Poetry-Slammer, Autor und Bühnenmoderator, und erschließt neue Wege, diese verschiedenen Ausdrucksweisen zu kombinieren. Zum Fotografieren und Schreiben tritt er meist als stiller Beobachter auf, der seine Umgebung durchstreunt und sie wie durch ein Fenster mit einem gewissen Abstand dokumentiert. Darüber hinaus experimentiert er aber auch mit Mixed-Media-Ansätzen und programmiert Kunst mit Code. Sein Ziel ist es, sonst übersehene oder verpasste Perspektiven aufzuzeigen und so gesammelte Momente verschiedener Orte und Zeiten in Dialog zu bringen. Dabei gilt ihm in der Wahl seiner Arbeitsmittel das Prinzip „analog, digital – egal” und so kommt gleichermaßen digitales und analoges Vollformat zum Einsatz wie auch Kompaktkamera-Flohmarktfunde. Geboren in einer pfälzischen Kleinstadt, arbeitete er sich nach und nach über Saarbrücken und Danzig in immer größere Städte vor, um 2024 schließlich in Hamburg-Dulsberg anzukommen, wo er heute lebt und arbeitet. Anstelle seines Studienabschlusses ziert nun seine vom Kulturkommissariat ausgestellte Urkunde als „Dulsbergologe” seine Wand.
Ausstellung
connect disconnect

< connect disconnect >
Fotoausstellung von Sebastian Schuster
09.12.2024 bis 14.12.2024,
06.01.2025 bis 11.01.2025
Mo – Sa: 17 – 20 Uhr
Vernissage am 06.12.2024 um 18:00
Finissage am 11.01.2025 um 18:00
Instagram: @schuster.foto @langerjunge
@Kunst im Quartier, Straßburger Str.30, 22049 Hamburg
In meiner fotografischen Arbeit „connect disconnect” verbinde ich über 5 Jahre gesammelte Motive aus verschiedenen Ländern und Kontinenten zu Geschichten vom Alleinsein und vom Sich-Gerade-So-Nicht-Kennenlernen. Ob beim Auslandssemester, im Urlaub oder in der Isolation zur Pandemiezeit: Immer wieder fand ich mich in Situationen wieder, in denen ich meine Umgebung in einem Zwiespalt aus Ruhespendenden Alleinsein bewusster Spaziergänge und unerwünschter Einsamkeit im urbanen Nichts durchstreifte. Polnische Ostseestrände, marokkanische Berge, schneebedeckte süddeutsche Straßenzüge. Die dabei entstandenen Ergebnisse stiller Beobachtungen kontrastieren sich stark, aber finden auch in einigen Aspekten zusammen und erlauben so, das Nahe mit dem Fernen zu mischen, wahre Geschehnisse miteinander zu verschmelzen und um das Fiktive zu erweitern. Die spärlich auftretenden Protagonistinnen sind still und gesichtslos. Silhouetten, die weder ich noch die Betrachterinnen jemals näher kennen lernen werden. Was bleibt: Der Fokus auf die Umgebung. Das Zusammenspiel von Nahem, Fernem und unerreichbarem. So bietet sich ein Panorama der Gleichzeitigkeit: Menschen, die nebeneinander existieren, ohne sich je zu begegnen, vereint nur durch den Blick der Kamera.
– Sebastian Schuster






