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Kunstmarathon auf’m Dulsberg # 1
Künstler des Monates November 2024
Michael Goerner
Video: Ji Hyung Nam

Michael Goerner wird am letzten Tag der 60er Jahre geboren. Auf ein Studium der Rechtswissenschaft in Mainz und Hamburg folgt eine Karriere als Journalist und Marketing-Experte. Seine künstlerische Mission startet er vor gut zwei Jahren. In kurzer Zeit wird der Visual Artist zu einem neuen Gesicht in der internationalen Kunstszene.
Michael Goerners Ziel ist die fotografische Visualisierung von Emotionen angesichts des tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels hin zu einer Raubtierkultur. Dabei treibt ihn die Suche nach Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Michael Goerner lebt und arbeitet in Hamburg, am Bodensee und in Norditalien.
Sein persönlicher visueller Ausdruck ist geprägt von grobkörnigem Schwarz-Weiß, verschwommenen Konturen und hohen Kontrasten. Im Wesentlichen geht es ihm dabei weniger um die Darstellung des Motivs selbst, vielmehr dient dieses als Träger und Vermittler existentieller Emotionen.
In seiner Fotografie arbeitet Michael Goerner mit digitalem Vollformat, analogem Mittelformat und mobiler Fotografie. Stilistisch bewegt er sich zwischen dokumentarischer und konzeptioneller Fotografie, Minimalismus, ICM und Street. Zu seinen künstlerischen Vorbildern gehören Antoine D’Agata, Daido Moriyama, Pierre Soulages, Francis Bacon, Michael Ackerman und Martin Bogren.
In jüngster Zeit wurden seine Arbeiten in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen in Frankreich, Deutschland, Italien, der Schweiz und Großbritannien gezeigt.
Ausstellung
icarus

< icarus >
Fotoausstellung von Michael Goerner
09.11.2024 bis 29.11.2024
Mo – Sa: 14 – 19 Uhr
Vernissage am 09.11.2024 um 19:00
Finissage am 29.11.2024 um 19:00
Instagram: @goerner_art
@Kunst im Quartier, Straßburger Str.30, 22049 Hamburg
Der Mensch überschreitet Grenzen, häufig auch die eigenen. Bei seinem Projekt „icarus“ (ongoing) arbeitet Michael Görner mit dem Größenwahn des modernen Menschen und dessen zwangsläufigem Scheitern. Am Limit der Möglichkeiten zerbrechen hochfliegende Absichten an der Realität.
Der Startschuss für „icarus“ fiel im April 2024. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein unwirklicher Ort in den Schweizer Hochalpen. Hier, unweit des San-Bernardino-Passes und weit entfernt von jeder menschlichen Siedlung, zeugt ein verlassenes Restaurant von einstigen himmelsstürmenden Plänen und Respektlosigkeit vor der Natur. Die Realität hat das als Ort der Geselligkeit geplante Gebäude in eine Ruine transformiert.
In den zumeist zerbrochenen Doppelglasscheiben spiegeln sich die umliegenden Bergriesen. Die sich minütlich wandelnden Reflektionen der Landschaft in den vergehenden Überresten bilden die Grundlage für das Projekt „icarus“. Um diese visuelle und inhaltliche Dynamik, die gespeist wird von Jahreszeiten, Wetter und Sonnenstand, zu ergründen, besuchte Michael Görner immer wieder den Ort und trat in Kontakt zur Natur, hier gespiegelt und verfremdet von menschlicher Vermessenheit.
Die dabei entstandenen Arbeiten werden für die Ausstellung „icarus“ in Beziehung gesetzt zu Abbildungen von tierischen Mitgeschöpfen, die gleich einem griechischen Chor die Tragödie kommentieren.
Als wäre es ein Witz der Vorsehung, trägt das verlassene Gebäude einen bezeichnenden Namen: „Mia Colpa“, zu Deutsch „Meine Schuld“.
– Michael Goerner







